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Holz im Bad – Schmuck oder Schimmelfalle?

Wenn es um Holz im Bad geht, sind die meisten Menschen immer noch skeptisch, schließlich gilt das natürliche Material als wasserempfindlich. Trotzdem sind kalte Fliesen, die uns jeden müden Wintermorgen versüßen, nicht die einzige Option. Auch wenn Sie darüber nachdenken, auf eine plastikfreie Lebensweise umzusteigen, können Sie viele Kunststoffartikel in Bad-Utensilien aus Holz tauschen. Holz im Bad ist also kein Tabu, wenn Sie unsere Tipps beachten!

Oliven-Holz im Bad

Welche Holzarten im Bad verwenden?

Tatsächlich machen sich Tropenhölzer grundsätzlich sehr gut in feuchter Umgebung. Allerdings empfiehlt sich auf Grund der schlechten Umweltbilanz und des ebenfalls tropischen Preises ein Blick auf heimische Hölzer. Wenn Sie Holz im Badezimmer verwenden, sollte es „ruhiges“ Holz sein, das wenig auf Feuchtigkeit reagiert.

Nussbaum: edle, dunkle Farbe, umempfindlich gegen Wärme und Feuchtigkeit

– Fichte: helles Holz, das sich gut für Fußböden eignet

Eiche: wasserunempfindlich, eher für Badmöbel geeignet, denn es neigt zu Fleckenbildung bei Kontakt mit Reinigungsmitteln

Buche: helles Holz, das nur imprägniert verwendet werden darf

Olivenholz: warme Farbe, unempfindlich gegen Flecken, Kratzer oder Gerüche, antibakteriell

Praktischer Tritthocker aus Buchenholz (walnussfarben geölt) für die „kleinen Leute“

Holzmöbel im Bad

Die Fliesen durch Holz zu ersetzen, ist ein kostspieliger Schritt, darum können Sie mit Möbeln erst einmal testen, wie Ihnen Holz im Bad gefällt. Ein Badschränkchen, ein Tritthocker für die Kinder oder Dekoration eignen sich dafür sehr gut. Auch Accessoires wie Seifenschalen oder Rollenhalter für das Badezimmer sind eine nachhaltige Alternative zu Plastik. Der Vorteil an Holz ist, dass Sie es jeder Zeit umlackieren können, falls ihnen einmal die Farbe nicht mehr gefällt. Mit etwas Holzlack, verwandelt sich die Naturoptik im Handumdrehen in modernes Mattweiß – oder eine andere Farbe, die Ihnen gefällt.

Dekoration aus Holz wie Schalen oder Tabletts eignen sich perfekt zur Aufbewahrung von Hygieneartikeln oder als Standfläche für Kerzen. Die warme Atmosphäre von Holz macht aus dem Badezimmer einen Ort der Entspannung. Und das sollte es sein, schließlich ist es das Zimmer, in dem wir morgens viel Zeit verbringen und das wir vor dem Schlafengehen zuletzt benutzen.

Seifenschalen aus Olivenholz

Mediterrane Seifenchalen aus Olivenholz

Muss man Holz im Bad imprägnieren?

Holz und Wasser treffen in der Natur ständig aufeinander, grundsätzlich hat das Material also kein Problem damit. Dekoration oder Möbel aus Massivholz, die ab und an etwas Spritzwasser abbekommen, müssen Sie nicht einmal imprägnieren. Wenn Sie das Wasser wieder weg wischen und ordentlich lüften – was Sie ohnehin tun sollten – können Holzmöbel lange halten. Lackierte Möbel sind ohnehin geschützt. Falls Sie die natürliche Maserung aber noch sehen möchten, können Sie Holzmöbel auch einölen, um ganz sicher zu gehen. Vor allem, wenn Sie nicht sofort alles wegwischen oder auch ab und an das Lüften vergessen. Stehendes Wasser ist tatsächlich ein Problem für Holz! Denn eine Wasserlache auf dem Boden trocknet zu langsam. Sollten Sie also über einen Holzboden im Bad nachdenken, lassen Sie ihn auf jeden Fall vom Fachmann verlegen und versiegeln. Auch Waschbecken und Badewannen aus Holz – ja das gibt es! – müssen natürlich imprägniert sein.

Holz im Bad? Kein Problem! Bei richtiger Pflege ist die Gefahr von Schimmel und Co ist auch nicht höher als bei anderen Materialien.

Viel Spaß beim Umdekorieren wünscht,
Ihr NATUREHOME-Team

Redakteurin auf Balkon

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