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Jetzt hackt’s – Gemüse schneiden wie ein Profi

Bei den meisten artet Gemüse schneiden in wüstem Gehacke aus und dann wundert man sich, warum die Suppe nicht so hübsch aussieht wie auf dem Foto zum Rezept. Alles gefotoshopt? Nein, nur besser geschnippelt! Gemüse schneiden ist eine richtige Kunst, aber die Grundlagen sind schnell gelernt.

Messer, Schneidebrett und Krallengriff

Mit dem stumpfen Buttermesser kann auch der Profi kein Gemüse schneiden. Ein scharfes Küchenmesser muss her. Darunter gehört ein stabiles Schneidebrett, das plan auf der Arbeitsfläche aufliegt. Mit verbogenen Brettchen kann niemand zum Karotten Schlächter werden, eine solide Unterlage ist Pflicht. Kleiner Tipp: legen Sie Küchenpapier oder ein Baumwolldeckchen unter das Brett, damit es nicht verrutscht. Ob Karotte, Gurke oder Tomate, das Gemüse wird im Krallengriff angefasst, damit Sie sich nicht in die Fingerkuppen schneiden. Das Messer kommt in die Führhand, bei der anderen Hand biegen Sie die Finger nach innen und drücken die Fingerkuppen im rechten Winkel auf das Opfer… also, das Gemüse. Das ist der Krallengriff.

NATUREHOME Schneidebretter

Gemüse in Streifen schneiden

Für Streifen eignen sich vor allem die länglichen Gemüse Sorten wie Karotten, Zucchini oder Gurke sowie alles, was fest ist wie Kohlrabi, Knollengemüse oder Paprika. In der Profi-Küche fällt sehr viel mehr Verschnitt ab, denn um perfekte Streifen zu erhalten macht man das runde Gemüse eckig. Die Karotte wird erst in etwa 5 cm lange Stücke zerteilt, die dann in große viereckige Blöcke geschnitten werden. Diese können Sie dann in circa 6 mm dicke Stifte zerteilen, die sich in der haute cuisine „Batonette“ nennen. Aufwändig, aber die Sticks sehen in einer hübschen Olivenholz-Schale zum Dippen bereit gestellt, einfach zum Anbeißen aus. Für feine Gemüse-Streifen („Julienne“) müssen Sie rundes Gemüse nicht erst eckig schneiden, die ursprüngliche Form erkennt man hier nicht mehr. Das Gemüse wird erst längs in Scheiben geschnitten, die übereinandergelegt und dann wieder in 1,5 bis 3 Millimeter dicke Streifen zerteilt werden.

Kochmesser und Schneidebrett

Wer dann immer noch nicht genug hat, nimmt die Juliennes, zerschneidet die dünnen Streifen in winzige Würfel und hat dann „Brunoise“ kreiert. Die Würfelchen sind super zum Bestreuen oder für feine Suppen. Große Gemüsewürfel entstehen aus dem Batonette.

Gemüse in abwechslungsreichen Formen

Für Beilagen, die man auf dem Teller sieht, eignet sich zum Beispiel der Rauten-Schnitt. Bei dieser optisch raffinierten Form verwenden Sie als Basis einen Gemüse Streifen, der dann einfach diagonal geschnitten wird. Das funktioniert bei Karotten oder Zucchini wunderbar. Bei Paprika schneiden Sie das obere Ende weg, dann lässt sich das Gemüse besser in Form bringen.

Richtig knifflig wird es beim Tournieren, wofür Sie ein Messer mit gebogener Klinge brauchen. Tourniertes Gemüse ist klein und rund, weswegen sich feste Karotten, Kartoffeln, Rüben oder Zucchini am besten eignen. Das Gemüse wird in mundgerechte Stücke zerteilt, die dann mit dem geschwungenen Messer in runde Form gebracht werden. Es muss keine perfekte Kugel dabei herauskommen! Gurke oder Zucchini werden halbiert oder geviertelt und dann einfach an den Kanten abgerundet, sodass man die Schale noch sieht. Gekocht oder gedämpft sieht die Beilage optisch viel interessanter aus.

Wem das alles zu kompliziert ist, der schneidet sein Gemüse „Paysanne“. Das bedeutet bäuerlich und bezeichnet einfach in Scheiben geschnittene Beilagen. Aus dem Gemüse Verschnitt lässt sich übrigens eine leckere Bouillon als Basis für weitere Gerichte zaubern, sodass Sie die Reste nicht einfach entsorgen müssen.

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Passen Sie auf Ihre Finger auf,
Ihr NATUREHOME Team

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