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Textilien recyceln: Was passiert mit Stoffresten und Altkleidern?

Obwohl wir alle gerne shoppen gehen, bleibt die Frage, wie wir alte Textilien recyceln können. Zwar ist das Recycling von Altkleidern und anderen Stoffen nicht so hoch im Kurs wie die Abkehr von Plastik, aber ein Fakt ist sehr besorgniserregend: eine wirkliche Wiederverwertung von Textilien gibt es praktisch nicht.

Warum ist Textilien recyceln so schwierig?

Bettwäsche, Handtücher und andere Haushaltstextilien sind relativ lange in Gebrauch, aber Kleidung ist mit der Zeit zu einem Wegwerfprodukt geworden.

Allerdings ist es technisch nicht möglich, Textilien zu recyceln und einfach neue Sachen daraus zu machen. Einige Kunstfasern für Sportbekleidung sind sogar schon recycelt, denn Polyester wird manchmal aus PET-Flaschen hergestellt. Aber beim Fleece Pulli ist es beispielsweise schwierig mit der Wiederverwertung. Mischtextilien, etwa aus Baumwolle und Polyester, müsste man aufwendig voneinander trennen. Sogar Baumwolltextilien sind manchmal mit Polyester-Garn zusammengenäht und darum nicht mehr sortenrein.

Das Textilien Recyceln sieht momentan in etwa so aus, dass die Fasern getrennt, zerkleinert und etwa als Dämmmaterial verwendet werden. Wenn überhaupt. Meistens landen alte Textilien einfach auf dem immer größer werdenden Müllberg.

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Textilmüll verhindern

Das Textilien Recyceln steht nicht besonders hoch auf der Agenda, weswegen die technische Revolution wohl noch auf sich warten lässt. Die beste Möglichkeit, den Textilmüll zu verhindern ist ein anderes Kaufverhalten. Hochwertige Kleidung, Bettwäsche und Handtücher halten deutlich länger als Textilien vom Discounter. Natürlich sind Stoffe nicht so langlebig wie Möbel, aber Qualität zahlt sich auch mit Bezug auf die Nachhaltigkeit aus. Bei guter Pflege mit mildem Bio-Waschmittel halten hochwertige Textilien länger als eine Saison und Bettwäsche sogar mehrere Jahre.

Altkleider richtig recyceln

Überall stehen Kleidersammel-Tonnen, die eine schnelle und einfache Möglichkeit sind, alte Textilien und Schuhe zu entsorgen.
Wo diese Kleidung dann landet, ist allerdings fraglich. Viele Organisationen spenden die Kleidung nicht direkt an Bedürftige, sondern verkaufen sie weiter in Second-Hand-Läden oder im Ausland. Diese Praxis steht in der Kritik, denn die Handelswege sind intransparent. Und angeblich macht die Altkleiderflut aus Europa die lokale Textilindustrie der Länder kaputt, in denen die Textilien verkauft werden. Zumindest gehen die Einnahmen bei seriösen Altkleider-Verwertern in den Topf für soziale Projekte.
Wer sicher sein will, dass noch tragbare Kleidung unmittelbar an Bedürftige verteilt wird, kann sich direkt an die Kirchen oder Stadtmissionen wenden. Hilfreiche Seiten wie wohindamit.org helfen bei der Suche nach Sammelstellen.

Upcycling alter Textilien

Kreative Köpfe können aus gebrauchter Kleidung noch allerlei Nützliches herstellen. Tragetaschen aus alten Jeans, Stoffbeutel aus Pullovern oder Abschmink-Pads aus winzigen Stoffresten führen auch arg verschlissene Textilien noch einem sinnvollen Zweck zu.

Tipps für Upcycling finden Sie zu Hauf auf den sozialen Netzwerken Pinterest und Co.
Trotzdem bleibt der Fakt, dass sich unser Konsumverhalten verändern muss!
Natürlich kann man aus jedem Billig-Shirt noch einen Putzlappen machen, wenn es nach 3 Wäschen den Geist aufgibt. Aber bei den Mengen an minderwertiger Kleidung, die Kunden täglich aus Ramsch-Läden herausschleppen, hilft auch kein Upcycling. So viele Putzlappen braucht nicht mal ein Hypochonder.

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Ihr NATUREHOME-Team

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