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Die heimische Hagebutte: Herbstlicher Nährstoff-Lieferant

Hagebutten am Strauch
In der herbstlichen Jahreszeit kann man Hagebutten beim Spaziergehen entdecken. Rot und prall hängen die kleinen Früchte an den Sträuchern. Auch im eigenen Garten gedeihen die herbstlichen Sträucher gut. Aufgrund der satten, roten Farbe lassen sich aus Hagebutten schöne Herbst- und Winter-Dekorationen machen. Doch wussten Sie, dass Hagebutten mehr als nur dekorativ sind? Wir verraten Tipps für kreative und leckere Verwendungen der heimischen Hagebutte.

Die beste Erntezeit für Hagebutten

Hagebutten reifen Mitte September aus. Vor allem zu dieser Zeit sind die Hagebutten noch fest und eignen sich gut zur Weiterverarbeitung zu Mus und Marmelade. Wenn die erste Frostperiode vorüber ist, schmecken Hagebutten auch roh, da der Frost die Früchte weicher und süßer macht. Hagebutten können bis Februar geerntet werden. Je länger die kleinen, roten Früchte am Strauch reifen, desto süßer werden sie.

Warum sind Hagebutten gesund?

Hagebutten werden oft unterschätzt. Die roten Früchte reifen meist ohne besondere Aufmerksamkeit vor sich hin. Viele nehmen sogar an, dass die Früchte der Hundsrose und anderer Rosenarten giftig sind. Doch ganz im Gegenteil: Hagebutten sind sehr gesund!

Die roten Früchte haben viele Nährstoffe, zu denen unter anderem Vitamin C und Carotin gehören. 100 g Hagebutten enthalten je nach Sorte und unmittelbar nach der Ernte zwischen 400 und 5.000 mg Vitamin C. So haben Hagebutten mehr Vitamin C als Zitrusfrüchte. Nur der Sanddorn und die Acerolakirsche können das überbieten. Außerdem enthält die Hagebutte viel Eisen, Magnesium, Kalium, Vitamin B1 und Gerbstoffe.

Hagebutten sind übrigens nicht nur für den Menschen gesund. Auch Hunde und Pferde profitieren von den gesunden Früchten.

Verwendung von Hagebutten

Die Hagebutte kann auf viele verschiedene Arten verarbeitet werden. Um die Nährstoffe in den Hagebutten zu erhalten, sollten diese entweder erntefrisch verzehrt oder bei Temperaturen unter 40°C getrocknet werden. Wenn die Hagebutten zu stark erhitzt werden, gehen die Vitamine verloren.

Getrocknete Hagebutten

Um die Vitamine in den Hagebutten zu erhalten, eignet sich die Trocknung der Früchte. Die Hagebutten werden als ganze Früchte oder zerkleinert getrocknet. Zerkleinert trocknen die Früchte schneller. Getrocknete Hagebutten können als Tee oder Fruchtmehl in Smoothies und Saucen verwendet werden. Wenn Sie die getrockneten Früchte später essen wollen, sollten Sie jedoch die Kerne vor dem Trocknen entfernen. Für die Verwendung als Tee können die Kerne drin bleiben.
Winterlicher Hagebuttentee

Hagebuttenmarmelade

Für die leckere Hagebuttenmarmelade benötigen Sie neben 500 g entkernter Früchte, 250 g Gelierzucker (2:1).
Erhitzen Sie die Früchte mit 125 ml Wasser und einem Spritzer Zitrone im Topf. Anschließend pürieren und mit Zucker erneut aufkochen. Füllen Sie die Marmelade in Gläser. Fertig ist die leckere Hagebuttenmarmelade (- eignet sich übrigens auch bestens als Geschenk).
Hagebutten-Marmelade

Herbstliche Dekoration mit Hagebutten

Wer die kleinen Früchte nicht essen möchte, kann sie auch zu Dekorationszwecken verwenden. Ein Hagebuttenkranz ist nicht nur eine schöne Herbstdekoration, die Kränze aus Hagebutten sind auch im Winter zur Weihnachtszeit ein toller Hingucker. Für einen Hagebuttenkranz benötigen Sie einige Früchte und einen bereits vorgeformten Kranz aus Stroh. Kleben Sie mit Heißkleber die Hagebutten auf den Kranz, bis Sie nur noch Hagebutten erkennen können. Das satte Rot eignet sich besonders gut als Tür- oder Tischkranz.
Türkranz mit Hagebutte

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